Kinder mit herausforderndem Verhalten sind AUCH das Resultat einer schlechten elterlichen Erziehung! Ist das jetzt für einige Leser: innen dieses Beitrags schmerzhaft und ärgerlich? Bestimmt! Aber eine Wahrheit wird ja nicht dadurch falsch, dass sie unbequem ist.
Hinweis: Wir sprechen hier von EINER Wahrheit und nicht von DER Wahrheit. Das Leben besteht wie ein Puzzle immer aus mehreren Wahrheiten 😉
„Aber es sind ja nicht nur Eltern, die hier die Verantwortung tragen?!“ Nein, auch unser schlechtes Bildungssystem ist daran schuld. „Und was ist mit all den politischen, kulturellen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Aspekten?“ Ja, auch da finden wir viele Gründe, die herausforderndes Verhalten auslösen, begünstigen oder verstärken.
„Und dann sind da noch traumatische Erlebnisse wie Flucht, Vertreibung, Krieg, usw.“ Jaa, auch das trägt dazu bei, dass Kinder herausforderndes Verhalten entwickeln.
„Dann gibt’s ja noch Neurodiversität (ADHS, Autismus, usw.)!“ Jaaa, das ist ebenfalls eine sehr wichtige Wahrheit unter all den Wahrheiten im Bezug auf herausforderndes Verhalten.
„Ach ja, wir dürfen nicht die inkompetenten und ungeeigneten Kita-Fachkräfte vergessen, die ebenfalls durch ihre fehlenden Kompetenzen, ihr kaum vorhandenes Fachwissen und ihre eigenen sozialen und emotionalen Probleme das herausfordernde Verhalten der Kinder begünstigen!“ Jaaaaaa, die sind natürlich auch dafür verantwortlich.
Ich möchte aber hier über eine Wahrheit sprechen, die vielleicht den größten Einfluss hat. Die Erziehung der Eltern. „Oh, ganz heißes Eisen!“ Ja, aber eines der wichtigsten Eisen bei dieser Debatte. Fangen wir mal mit zwei einfachen Fragen an:
1. Was müssten Eltern in ihrer Erziehung (z. B. wenn es um Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Empathie, Herzlichkeit, Nächstenliebe, Geduld, Toleranz, Konfliktfähigkeit, Zuverlässigkeit, Selbstreflektion, Anpassungsfähigkeit, Respekt, Mitgefühl, Sicherheit, Solidarität, Liebe, Großzügigkeit, Achtsamkeit, Selbstbewusstsein oder Selbstsicherheit) konkret verändern?
2. Wie können Kita-Fachkräfte die Eltern in genau diesen Bereichen unterstützen? Oder ist das gar nicht unsere Aufgabe?!

